Glaube als psychologische Wunschprojektion
Religiosität wird als menschliche Schutzreaktion gegen die Angst vor dem Tod gedeutet.
Der Einwand
Ist der Glaube an Gott nicht nur psychologisches Wunschdenken, eine projizierte Vaterfigur im Himmel, um unsere nackte Angst vor dem Tod zu bewältigen?

Gürtel der Wahrheit
Feuerbach/Marx/Freud behaupten: Gott ist Projektion menschlicher Wünsche.
Doch das erklärt nicht, warum die Menschen einen Gott projizieren, der sie verurteilt, der heilig ist, der etwas verlangt, ein Wunsch-Gott wäre anders: bequem, forderungslos. Der Gott der Bibel ist nicht, was man sich wünscht.

Panzer der Gerechtigkeit
Wenn der Mensch Gott projiziert, fragt sich: warum hat er das Bedürfnis, etwas Höheres zu projizieren? Ein Bedürfnis nach Gott weist auf einen Gott, der es stillt, wie Durst auf Wasser (C.S. Lewis). Das Bedürfnis ist Beweis seiner Erfüllbarkeit, nicht seiner Erfindung.

Schuhe des Evangeliums
Religion kann Projektion sein, doch nicht jede Religion ist Projektion - sonst wäre auch Atheismus eine Projektion des Wunsches nach keinem Richter.

Schild des Glaubens
Der Einwand erklärt die Existenz des Glaubensgedankens, nicht die Existenz Gottes.
Genetischer Fehlschluss: die Herkunft einer Überzeugung beweist nicht ihre Falschheit.

Helm des Heils
In Christus zeigt sich Gott, nicht als Wunsch, sondern als Widerstand: er widerlegt unsere Bilder . Der wahre Gott ent-täuscht die Projektionen.

Schwert des Geistes
Kernpunkt
Der Einwand kehrt sich um: wenn der Mensch nach Gott projiziert, woher kommt die Anlage dazu? Evolution erklärt Überleben, nicht metaphysische Sehnsucht.
Und: der Atheismus projiziert den Wunsch kein Gott, die Befreiung von Verantwortung. Der Projektionsvorwurf trifft beide, beweist keinen. C.S. Lewis: If I find in myself a desire which no experience in this world can satisfy, the most probable explanation is that I was made for another world.
Präzise Quellen
Belegstellen & Schriften
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